Dossier 06/2015: Solidarisch ausgestalten

Zur Aktualisierung des Sozialstaats

Hrsg.: Katholische Sozialakademie

Zeitschrift

36 Seiten

Abbildungen: ja

ksö, Artikelnummer ZEITSCHRIFT

geheftet, 29,5 x 21 cm

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Dossier 06/2015: Solidarisch ausgestalten

Zur Aktualisierung des Sozialstaats

Hrsg.: Katholische Sozialakademie

Einleitendes:

    Sozialstaat aktualisieren
    Das anti-sozialstaatliche Sturmtief braucht Gegenwind!

Sichtweisen:

    Sozialstaat Österreich - warum wir ihn brauchen_Max Preglau
    Der Sozialstaat interveniert im Interesse der Vermeidung vonlebensrisiken und Notlagen gegen die sozialen Ungleichheiten der Marktwirtschaft. Das macht er recht gut - jedenfalls besser als die individualisierte Eigenverantwortung und die private Mildtätigkeit. Es geht aber auch noch besser.
    Zwischen Pensionslüge und Pensionsmärchen_Nikolaus Dimmel
    Ab 2014 zählt jedes Beitragsjahr im Durchrechnungszeitraum, was zu Einkommensverlusten bis zu 30% führt. Die zweite und dritte Säule des Pensionssystems erweisen sich als tönern bzw. schaffen das Finanzierbarkeitsproblem in der Altersvorsorge, das sie lösen sollten, selbst.
    Auf wessen Kosten? Sozialstaat zwischen Beharrung und Erneuerung_Christine Stelzer-Orthofer
    Das solidarische System der Absicherung zentraler Lebensrisiken wird von vielen kritisiert. Überbordend, zu bürokratisch, zu leistungsfeindlich, freiheitsberaubend und zu wenig gerecht sei der Sozialstaat. Eine Diskussion über Erneuerungen - vor allem um den Bart der traditionellen geschlechtlichen Arbeitsteilung abzuschneiden - ist notwendig.
    Heterodoxe Denktraditionen zur Begründung von Solidarität und Sozialstaat_Luise Gubitzer
    Solidarität hat mit dem Menschenbild, dem sozialen Milieu, dem öffentlichen Bildungswesen zu tun- sie ist anerzogen, "anerlebt". Bestimmte ökonomische Sichtweisen begründen Kritik am Sozialstaat mit ihrem Menschenbild des freien Individuums; andere - herodoxe - Traditionen wiederum sehen im Sozialstaat erst die Ermöglichung der Freiheit.
    Zur christilichen Kontur von Solidarität. "Sollen", "wollen" oder "das Gesollte wollen"_Ansgar Kreutzer
    Solidarität ist primär auf den erfahrbaren Nahbereich ausgerichtet, braucht eine emotionale Grundlage, die gefühlte Zusammengehörigkeit oder Zuständigkeit voraussetzt. Auf dieses "Reichweiten"-Dilemma reagiert ein theologisches Solidaritätskonzept, das die Aufmerksamkeit auf Ritual- und Eventkompetenz lenkt.

Orte:

    Subversive Solidarität. Doroty Day, Peter Maurin und die Catholic-Worker-Bewegung_Sebastian Kalicha
    In den USA der 1930er Jahre entstanden, ist die Catholic Worker Bewegung immer noch aktiv: ihr Schwerpunkt liegt in der Solidarität mit ausgebeuteten und kämpfenden ArbeiterInnen. Ihre Solidarität ist handfest organisiert.
    Zwangsräumungen und Widerstand von unten_Gruppe "Zwangsräumungen verhindern Wien"
    In Wien allein kommt es zu durchschnittlich sieben Räumungen pro Tag. In Spanien stehen etwa 3,4 Mio Wohnungen leer, demgegenüber stehen 550.000 Zwangsräumungen innerhalb weniger Jahre. Im neoliberalen Narrativ ist jeder selber schuld, dagegen gilt es, praktische Solidarität zu organisieren.
    Die Vergessenen im österreichischen Maßnahmenvollzug_Michael Bencza
    Für Arbeit in haft wird ein Euro netto pro Stunde bezahlt, aus dem Pensionssystem ist man ausgeschlossen. Für die eigenen Rechte ist permanent zu kämpfen, die angeblich so wichtige Resozialisierung gelingt am ehesten über individualisierte Unterstützung.
    Sozialversicherung: Organisierte Solidarität und Leistungsausbau in der Krise_Jira/Habenauer
    Inwiefern die Selbstverwaltung der Sozialversicherung ein starkes Modell organisierter Solidarität ist, beleuchtet dieser Beitrag.
    Jugend- und Pensionsvorsorge - ein Generationenkonflikt?_Sarah Mayer
    Junge Menschen haben drängendere Fragen als die Pensionsvorsorge. Wiewohl es schon beruhigend wäre zu wissen, dass jemand (die ältere Generation?) das große Ganze im Blick behält, sodass sich die Altersvorsorge für die jetzt Jungen nicht mit dem zugrunde gerichteten Planeten von selbst erledigt.

Ausblick:

    Solidarisch ausgestalten
    Solidarität wird durch Erfahrung gelernt. Ein wertvolles Argument für einen gut ausgebauten Sozialstaat - nicht zuletzt als Lernfeld für grenzüberschreitende Solidarität.

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